SP Rapperswil-Jona

16.09.2007, Initiative: "Sturmgewehre ins Zeughaus"

Sozialdemokratische Partei Rapperswil-Jona zur Initiative: Sturmgewehre ins Zughaus"

Rund 60 Organisationen (unter anderem SP, Juso, GSoA, Suizidpräventionsvereine, Ärztevereinigungen, Frauenvereine, etc.) haben sich zusammengetan um dem lebensbedrohlichen Waffenrecht in der Schweiz ein Ende zu setzen.

Es ist klar: mit dieser Initiative können Suizide verhindert und innerfamiliäre Gewalt gegen Frauen vermindert werden. Das lasche Waffengesetz, das die Schweiz heute kennt, ist eines der grössten Sicherheitsrisiken dieses Landes. Helfen Sie mit, die Schweizer Haushalte abzurüsten – Unterschreiben Sie die Initiative «für den Schutz vor Waffengewalt».

Feuerwaffen gefährden Ihre Sicherheit
Wie viele Feuerwaffen in der Schweiz genau im Umlauf sind ist unklar. Weil unser Land kein Waffenregister kennt, herrscht in diesem Punkt Uneinigkeit. Selbst konservative Schätzungen gehen aber davon aus, dass über 2,3 Millionen Schusswaffen in Schweizer Haushalten herumliegen. Fragen Sie einfach mal in Ihrem Bekanntenkreis herum: Sie werden erschrecken, wie viele Leute noch irgendwo ein Gewehr im Keller haben.
Dabei ist längst erwiesen: sind weniger Feuerwaffen verfügbar, erschiessen sich weniger Menschen. Suizidversuche mit Pistolen und Gewehre enden oft tödlich. Mit einer Verbannung der Armeewaffen aus den Haushalten können also tödliche Kurzschlusshandlungen verhindert werden.
Waffen sind aber auch Machtmittel, die leider nur allzuoft bei häuslicher Gewalt eingesetzt werden. Dabei sollte man nicht nur an die tragischen Amokläufe denken, die immer wieder Schlagzeilen machen. Hinter diesen Extremfällen versteckt sich eine hohe Dunkelziffer von Fällen, bei denen die Waffe im Schrank als zusätzliches Drohmittel gegen Frau und Kinder eingesetzt wird. Waffen im Haushalt erhöhen das Gewaltpotential.

Das will die Initiative
-Die Militärwaffen müssen künftig in den Zeughäusern aufbewahrt werden und nicht mehr zu Hause im Besenschrank.
-Wer eine Waffe kaufen oder besitzen will, muss nachweisen können, dass dafür ein Bedarf besteht (etwa bei Polizisten oder Jägern) und er über die erforderlichen Fähigkeiten verfügt, die zum Besitz einer Waffe nötig sind.
-Eine grosse angelegte Einsammelaktion von Waffen die noch in Schweizer Haushalten herumliegen.
-Ein zentrales Waffenregister.
-Von der Initiative nicht betroffen sind verantwortungsbewusste Schützen, Jäger und Sammler.

Die Argumente der Gegner
Gewisse Leute sind irgendwo im Kalten Krieg stecken geblieben. Sie sind deshalb der Auffassung, dass jeder wehrhafte Schweizer ein Gewehr im Schrank stehen haben müsse, damit der anrückende Feind aufgehalten werden könne. Ich weiss nicht recht, ob man dies überhaupt ein Argument nennen kann oder ob es sich nicht eher um einen klaren Fall von Realitätsverlust handelt. Auf alle Fälle ist es beunruhigend, das unter anderem unser Verteidigungsminister Samuel Schmid diese Art von Paranoia auslebt.
Gegen das zentrale Waffenregister wird eingewendet, dass dieses zuviel bürokratischen Aufwand erzeugen würde. Dieser Einwand muss relativiert werden: heute muss jeder Hund registriert werden, genauso wie jedes Auto. Ausgerechnet über den Verbleib der Tötungsinstrumente soll aber keine Klarheit herrschen. Es ist klar: das Argument des bürokratischen Aufwandes ist ein Scheinargument der Waffenlobby, die sich nicht gerne in ihre tödlichen Karten schauen lässt. Die Polizeiverbände jedenfalls haben sich deutlich für dieses Waffenregister ausgesprochen.

Weitere Informationen und Sammelbogen zum Ausdrucken unter: www.schutz-vor-waffengewalt.ch

Felix Birchler, Mitglied des Initiativkomitees

 

 

Nächste Termine

  • Samstag, 27. November: Sammelaktion Klimafondsinitiative (10 Uhr, Busbahnhof Rapperswil)
  • Sonntag, 28. November: Abstimmungssonntag (Ja zur Pflegeinitiative)
  • Donnerstag, 2. Dezember: Bürgerversammlung

 

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