SP Rapperswil-Jona

In Sachen Velo erhält die Stadt Rapperswil-Jona die Note 4.5 und viel Hausaufgaben

Medienmitteilung vom 30. Mai 2018

Die SP Rapperswil-Jona hat zur Velo-Spazierfahrt durch Rapperswil-Jona geladen. Rund ein Dutzend Interessierte, inklusive der Stadträte Thomas Furrer, Ueli Dobler und Kurt Kälin sind der Einladung gefolgt und haben die Velo-Situation in Rapperswil-Jona begutachtet, diskutiert und bewertet. Als Gesamtnote für die Velo-Tauglichkeit erhielt die Stadt von den Teilnehmern die Note ’4.5’. Neben viel Kritik ernteten aber vor allem neuere Projekte auch Lob.

Auf der eineinhalbstündigen Rundfahrt wurden verschiedene Punkte in der Stadt besucht, welche für den Veloverkehr von besonderem Interesse sind – sei es, weil sie problematisch sind oder mit neuen Lösungsansätzen überzeugen. Vor Ort führten die Teilnehmer angeregte Diskussionen mit den Stadträten und beurteilten die angetroffenen Situationen.

Ralph Dudler, Vorstandsmitglied der SP, fasst zusammen: «Praktisch alles, was in den letzten Jahren neu gemacht wurde, kommt bei den VelofahrerInnen gut an, zum Beispiel der Bahnhof Jona mit der grosszügigen Unterführung und den Velo-Abstellplätzen. Es geht also in die richtige Richtung, aber es gibt noch viele Baustellen.» Einige positive Punkte hätten sich auch ohne grosses Zutun der Stadt ergeben, beispielsweise die ‘Velo-Autobahnen’ entlang der Hanfländerstrasse oder entlang der Bahngeleise im Südquartier. Hier sei es wichtig, dass diese Routen geschützt und wo möglich ausgebaut würden.
Besonders störend fanden die Anwesenden, dass es kein durchgehendes Velo-Netz gibt in der Stadt. Gute Velostrecken werden immer wieder durch gefährliche oder umständliche Stellen unterbrochen, wie beispielsweise bei den Verzweigungen Neue Jonastrasse / Alte Jonastrasse und Zürcherstrasse / Rütistrasse. Weiter gibt es nur wenige, ungünstig gelegene und nicht velo-tauglich gebaute Nord-Süd-Verbindungen, um die Bahngeleise zu queren.

Die SP erwartet vom Stadtrat ein klares Bekenntnis zum Veloverkehr. Damit ist allen geholfen – im Bus bleibt genügend Platz für Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr aus eigener Kraft unterwegs sein können, auf Strassen und Parkplätzen bleibt mehr Raum für die wirklich nötigen Transporte wie Lieferanten und Handwerker. Rapperswil-Jona hat beste Voraussetzungen, eine Velostadt zu werden.

Der Stadtrat soll dafür sorgen, dass das Velo zum Standart-Transportmittel für den innerstädtischen Verkehr wird. Dazu braucht es eine konsequente Verkehrsplanung, die sich nicht auf einzelne ‘Prestige-Projekte’ fokussiert. Und noch viel wichtiger – diese Planung muss umgesetzt werden. Es ist höchste Zeit für konkrete Ergebnisse, schon viel zu viel Zeit wurde mit Konzepten und Beteiligungsrunden vertrödelt.

Veloförderung hört nicht beim Bauen auf: Es braucht eine Veloordnung, die überfüllte Velounterstände von Veloleichen befreit, es braucht einen Winterdienst, der auch an Velofahrer denkt und sinnvoll gesetzte und durchgesetzte Signalisationen. Es braucht eine Stadtverwaltung, die mit gutem Beispiel voran geht, es braucht Anreize für Unternehmen in Rapperswil-Jona, ihre Mitarbeiter mit dem Velo zur Arbeit zu kommen lassen und noch ganz vieles mehr. Die SP will, dass der Veloverkehr in Rapperswil-Jona so selbstverständlich wird, wie es heute das Auto ist. Im besten Fall erübrigt sich dann der Tunnel – und das Geld kann viel sinnvoller eingesetzt werden.

Nächste Termine

  • Mi, 29.08. Mitgliederversammlung, 19:00 Neuhof
  • Do, 6.9. Bürgerversammlung, 19:30 Kreuz
  • So, 23.9., Abstimmungssonntag

 

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